Trinkwasserqualität in Österreich

In Österreich gilt das Leitungswasser nach wie vor als nahezu vorbildlich: Laut dem Drinking Water Report 2024 erfüllen über 98 % der untersuchten Wasserproben die strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung.

Besonders hervorzuheben ist, dass der Großteil des Trinkwassers aus gut geschützten Grund- und Quellwasservorkommen stammt – eine Ressource, die in Österreich traditionell sehr sorgfältig geschützt wird.

Allerdings zeigen aktuelle Entwicklungen, dass auch in Österreich nicht alle Herausforderungen überwunden sind. Umweltorganisationen wie Global 2000 haben in 14 von 23 untersuchten Mineral- und Heilwässern das „Forever-Chemical“ TFA (Trifluoressigsäure), einen Abbau­stoff von PFAS, nachgewiesen.

Obwohl die gemessenen Konzentrationen derzeit noch unter gesundheitlichen Richtwerten liegen, fordern Experten verbindliche Grenzwerte und weitere Regulierungen.

Zudem kommt es häufig zu Problemen aus Leitungen und Armaturen (Schwermetalle) und Nitrat- und Hygienebelastete Hausbrunnen.

Ein weiteres Thema ist die mikrobiologische Belastung durch Starkregenereignisse: In mehreren oberösterreichischen Gemeinden – insgesamt etwa 25.000 Menschen – mussten die Bewohner in den letzten Monaten ihr Wasser abkochen, da Mikroorganismen in die Versorgungssysteme eingedrungen waren. Solche Ereignisse verdeutlichen, wie Wetterextreme den sensiblen Wasserkreislauf stören können.

Trotz dieser Problemfelder ist das Vertrauen der Bevölkerung in die Wasserqualität hoch: In einer repräsentativen Umfrage des ÖVGW sagten 93 % der Befragten, dass der Schutz des Grundwassers eine sehr große Bedeutung für sie habe.